Fisch richtig grillen

Es gibt kaum jemanden, der Gegrilltes nicht mag. Ansonsten stellt das Grillen ein besonderes Erlebnis dar. Ungeachtet davon, ob man einen Grillabend mit Freunden oder mit der Familie verbringen will - Spaß ist dabei immer garantiert an erster Stelle. Insbesondere wenn der Grillabend nach einem stressigen Arbeitstag erfolgt.

Dabei entdecken immer mehr Menschen auch Fisch als Grillspeise. Denn es müssen nicht unbedingt immer Würstchen und Steak auf dem Grill sein. Schließlich stellt der Fisch eine wirklich leckere und vor allem leichte und sehr gesunde Alternative zu Grillfleisch dar.

Die meisten Menschen greifen jedoch eher ungern zu Fisch, wenn der Grillabend vorbereitet wird, da sie der Meinung sind, das Fisch-Grillen sei etwas komplizierter. Dabei gibt es paar Tipps, die einfach zu befolgen sind, damit der Fisch auf dem Grill wirklich gelingt.

Welcher Fisch kommt auf den Grill?

Als Grillfisch eignen sich am besten die Fischsorten, die festes Fleisch und einen höheren Fettgehalt enthalten. Damit werden vor allem Lachs, Dorade, Forelle, Wolfsbarsch sowie Schwertfisch, Makrele und Thunfisch gemeint.

Das richtige Equipment

Das Fisch-Grillen kann auf einem gewöhnlichen Grill etwas aufwendig werden. Besonders wenn der Fisch gedreht werden soll. Dank dem nötigen Equipment kann das Grillen von Fisch ein eines Vergnügen darstellen. Unter dem Equipment werden in erster Linie spezielle Grillkörbe oder Fischzangen verstanden. Dank diesen kann der Fisch problemlos gewendet werden.

Grillschalen eignen sich besonders gut für Fischfilets ohne Haut. Ein Pfannenwender sowie ein Grillspatel stellen ebenfalls praktische Hilfe dar. Ansonsten können sich Fischliebhaber einfach einen speziellen Fischgrill besorgen, bei dem der Fisch ständig in Bewegung gehalten wird. Denn bei der Herstellung solch eines Grills wurden all die möglichen Probleme beachtet, die beim Grillen von Fisch und Fischfilets auftauchen könnten.

Vor dem Grillen

Vor dem Grillen sollte der Fisch in gleichmäßigen Abständen auf beiden Seiten eingeschnitten werden. Der Fisch und der Grillrost sollten vor dem Grillen gut eingeölt werden, damit die Haut am Rost nicht kleben bleibt. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Fett nicht trieft, sonst fängt es an zu brennen, wobei es zu Flammenbildung kommt.

 

 


Es empfiehlt sich außerdem, die Haut geschuppt am Fischfilet zu lassen. Größeres Fischsteak sollte man mit Haut und Mittelgräte grillen, den das empfindliche Fischfleisch bekommt auf diese Weise mehr Halt und bleibt dadurch saftiger.

 

Die richtige Marinade für den Grillfisch


Will man den Fisch vorher marinieren, so eignen sich dazu hervorragend Marinaden auf Basis von Öl oder Sojasauce. Je nach Geschmack kann man diesen Limettenschale, Zitronenschale, Senf, Knoblauch oder Ingwer hinzugeben. Der Fisch sollte 2 bis 3 Stunden vor dem Grillen in die Marinade gelegt und mehrfach gewendet werden

Unmittelbar vor dem Grillen sollte man die Marinade jedoch vom Fisch mit einem Tuch abtupfen. Sonst könnte die Marinade in die Glut tropfen und anfangen zu tropfen. Beim Brennen entstehen schädliche Stoffe, die am Fisch haften bleiben.

Wer jedoch keine Zeit zum Marinieren hat, kann die Einschnitte ganz einfach mit Kräutern oder Zitronen- sowie Limettenspalten spicken. Gewürzte Butter, mit der die Einschnitte gefüllt werden, eignet sich hierzu auch hervorragend an. Doch um zu verhindern, dass die Butter in die Glut tropft, sollte der Fisch dann in eine Alufolie eingewickelt werden oder in einer Grillschale gegart werden.

Kräuter und Gewürze, die am besten zu gegrilltem Fisch passen

Der Geschmack des gegrillten Fisches wird zusätzlich durch den Gebrauch gewisser Kräuter und Gewürze verbessert. Hierzu zählen vor Allem Kräuter wie Rosmarin, Petersilie, Thymian, Minze, Dill oder Basilikum und Gewürze wie Chili oder Fenchel. Diese werden dann einfach in die Einschnitte einmassiert.

Wenn ganzer Fisch gegrillt wird, können auch ganze Zitronenscheiben oder Kräuterzweige mit Knoblauch in die Bauchhöhle des Fisches verstaut werden.
Auch der Rauch kann dazu genutzt werden, den Geschmack des Fisches zu verbessern. Werfen Sie dazu einfach ein paar Rosmarinzweige, Buchenspäne oder Wacholderbeeren auf die glühende Kohle und Sie können sich sicher sein, dass dem gegrillten Fisch geschmacklich eine ganz besondere Note verliehen wird.


Die richtige Position des Grillrostes

Da das Fischfleisch bekanntlich schneller gar ist als Würstchen, könnte es bei zu hohen Temperaturen sowie bei langer Grillzeit trocken werden. Daher sollte der Grillrost in größerem Abstand zur Glut hängen als üblich. Auch sollte der Fisch beim Grillen nicht direkt über den Flammen liegen, sondern neben der Glut.


Bei einem Holzkohlegrill sollte auch daran gedacht werden, den Grill rechtzeitig vorzuglühen, da die Kohle erst zur Weißglut gebracht werden muss. In der Regel dauert dies um die 30 Minuten, bevor der Fisch auf den Grill gelegt wird.
Beim Grillen darf das Wenden des Fisches nicht vergessen werden. Sonst bleibt der Fisch am Grillrost haften. Filets werden nur einmal gewendet, da diese leicht zerfallen.

Optimaler Garpunkt des Fischfleisches

Wenn man testen will, ob der Fisch gar ist, wird ein Messer in die dickste Stelle des Fleisches eingestochen und das Fleisch etwas auseinandergeschoben. Wenn das Fleisch kräftig weiß ist und nicht durchscheinend, ist der Fisch zum Servieren bereit. Wird ein ganzer Fisch gegrillt, versucht man vorsichtig, die Rückenflosse aus dem Fisch zu ziehen. Der optimale Garpunkt ist hier dann erreicht, wenn sich die Rückenflosse leicht ziehen lässt.


Wie lange bleibt der Fisch auf dem Grill?

Die Zeit, die ein Fisch auf dem Grill verbringt, hängt von der Dicke des Fisches ab.

Hierbei gilt Folgendes:

·    Filets, 1 cm dick: 6 - 8 Minuten
·    Filets, 2 cm dick: 8 - 10 Minuten
·    Ganze Fische, 2,5 cm: 10 Minuten
·    Ganze Fische, 4 cm: 10 - 15 Minuten
·    Ganze Fische, 5 - 6 cm: 15 - 20 Minuten
·    Große Garnelen mit Schale 5 - 6, ohne Schale 3 - 4 Minuten

 

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